Digitales Fernsehen wurde erstmals im Jahre 1994
über das Satellitensystem Astra von der Firma DirecTV in den USA
angeboten. Seit Einführung des digitalen Fernsehens wächst der
Markt rasant. Eine Vielzahl neuer Fernseh- und Radiosender haben
seitdem die Möglichkeit Ihre Programme auszustrahlen. Anders wie
bei der analogen Übertragung bietet die digitale Möglichkeit viele
neue Sendeplätze, die in der Regel von kleinen Spartensendern
(Bibel TV, Bahn TV etc.) genutzt werden.
In Deutschland wird digitales Fernsehen terrestrisch (Empfangbar
über eine Hausantenne), via Kabelanschluss oder Satellitentechnik
verbreitet. Die beiden größten deutschen Kabelnetzbetreiber
UnityMedia und Kabel Deutschland bieten dem Endverbraucher diverse
Programmpakete an, mit denen bis zu 250 Fernseh- sowie 150
Radiosender empfangen werden können. Der Kunde kann sich zwischen
derzeit vier Programmpaketen entscheiden, die nach Genres (Familie,
Sport, Comedy etc.) aufgeteilt sind. Für jedes Programmpakat fallen
monatliche Gebühren an. Wer nicht in den Ballungsgebieten der
Kabelnetzbetreiber wohnt, hat die Möglichkeit in den Genuss des
digitalen Fernsehens via Satellit zu kommen. Anders wie bei der
Kabeltechnik ist der Endverbraucher hier jedoch in der Regel für
Aufbau und Technik selber verantwortlich. Digitale frei empfangbare
Sender sind nach Aufbau automatisch zu empfangen. Digitale
Bezahlsender können in Deutschland derzeit nur über Sky (damals
Premiere) abonniert werden. In diesem Fall erhält der Kunde den
digitalen Receiver, sowie die benötigte Smartcard direkt von Sky
Deutschland nach Hause. Wer sich über die genauen Vor- und
Nachteile von Kabel- bzw. Satellitenempfang informieren möchte,
sollte dieses beim Fernsehfachbetrieb vor Ort machen. Dieser hat
ebenfalls die Möglichkeit die Anschlussmöglichkeiten an den
Kabelnetz zu prüfen.